Wohnen im Alter > Herausforderungen und Perspektiven

Shownotes

Weitere Informationen über Felix Bohn finden Sie unter https://www.wohnenimalter.ch. Die Mailadresse lautet bohn@wohnenimalter.ch

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00:00:01: Mein Name ist Dietmar Knopf.

00:00:03: Ich bin Architekt und arbeite seit nineteenhundertvierundachtzig in der Bauwirtschaft.

00:00:10: In meinem Podcast Baugespann spreche ich mit Menschen aus der Bau- und Immobilienwelt über ihre Arbeit, ihre Projekte und darüber was Bauen heute bedeutet.

00:00:24: Also in der heutigen Folge sprechen wir über das Thema Wohnen im Alter.

00:00:29: Zu Gast ist Felix Bohn, er ist einer der wenigen Fachberater für altersgerechtes Bauen.

00:00:36: Neben der Beratung von Planern entwickelt er Richtlinien für hindernisfreies Wohnen.

00:00:44: Herzlich willkommen Herr Bohn!

00:00:45: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.

00:00:48: Vielen Dank dass ich dabei sein darf.

00:00:50: vielen dank Lassen Sie uns direkt loslegen.

00:00:53: als erstes würde ich gerne etwas über Ihren beruflichen Werdegang erfahren.

00:00:58: Sie sind Architekt, Ergotherapeut und Gerontologe.

00:01:03: Das ist eine seltene Kombination!

00:01:06: Wie ist Ihr beruflicher Weg entstanden der diese drei Disziplinen zusammengeführt hat?

00:01:13: Ja also eigentlich in meinem ersten Leben war ich Ergotherapeut habe die Ausbildung gemacht und habe da aber mit Kindern gearbeitet im Kinderschwital Zürich Und bin da aber immer.

00:01:25: auch gemerkt, ich hatte immer sehr viele Interessen eigentlich.

00:01:28: Es war für mich immer schwierig, mich auf eine Ausbildung zu konzentrieren und habe dann gemerkt ja eigentlich so das Bauliche interessiert mich auch und hab dann ein Studium begonnen in der Architektur.

00:01:40: Bin wollte da eigentlich weg vom Sozialen und habe dabei wie im Laufe des Studiums gemerkt dass halt doch es mich dahin zieht zu diesen sozialen Fragen auch im Zusammenhang mit dem Bauern und bin dann direkt nach dem Studium bei der Schweizerischen Fachstelle für Behindertengerichtes Bauern, habe ich da angefangen zu arbeiten.

00:02:02: Habe mich dann in den Bereich Alter eigentlich so ein bisschen eingearbeitet deswegen dann auch noch die Gerontologieausbildung gemacht und ja also hat sich das entwickelt eigentlich dass ich da halt eigentlich so aus dem sozialen Bereich in den baulich-technischen Bereichen dann wieder zurück so in eine Fusionen von diesen Themen eigentlich gekommen sind.

00:02:26: Werden Sie für Beratung von Ihren Auftraggebern wie zum Beispiel Spitäler, Architekten oder Gemeinden direkt angefragt?

00:02:34: Oder müssen sie Ihre Mandate selbst akquirieren?

00:02:38: In einer großen Regel werde ich eigentlich angefragt.

00:02:41: Ich muss bis jetzt nicht sehr viel machen, es sind hauptsächlich eher von Seitenbetreiber, Alters- und Pflegezentren oder vielleicht von alterswohnungen, betreuten Wohnen so in die Richtung.

00:02:56: Es sind sehr selten Anfragen von Architekten, die fragen mich eigentlich sehr seltsam an Das kommt wirklich eher so vom Betreiber, der Gemeindeseite her.

00:03:05: Dass ich involviert werde in Architekturwettbewerbe zum Beispiel und dann das Projekt auch weiter begleitet.

00:03:12: Und wenn Sie sagen Architektorwett bewerben, also entscheiden Sie dann praktisch auch ob die Projekte altersgerecht geplant worden sind oder?

00:03:19: Genau, also ich entscheide ja nicht das ganze klar.

00:03:23: Die Juristen bestehen ja immer so aus vielleicht sieben Personen, neun Personen oder so.

00:03:28: und wenn ich da einmal wir bin dann sehe ich das aus meinem Aufgabenbereich zu gucken ob das erfüllt ist, soweit man das natürlich in einem Bipath-Projekt überhaupt schon sehen kann.

00:03:39: Dabei geht es und das ist mir sehr wichtig eben auch nicht nur um die variäre Freiheit.

00:03:45: Genau diese sieht man oft nicht.

00:03:47: Man sieht nicht, ob ein Strich irgendwie im Belagswechsel oder eine Stufe ist.

00:03:51: Aber halt zu gucken auch, wie weit sind die Wege von der Wohnung zum Zimmer bis zum Lift.

00:03:58: Gibt es Rampen?

00:03:59: Können die Leute sich im Außenraum frei bewegen?

00:04:02: Also wirklich so ein bisschen schlussendlich mehr.

00:04:05: ganz im Zentrum liegt die Lebensqualität der Mensch.

00:04:08: Nun würde ich als nächstes von Ihrer persönlichen Tätigkeit einen Schritt weitergehen und auf die Wohnsituation für ältere Menschen insgesamt schauen.

00:04:16: Ich habe gelesen dass laut dem Immomonitoring von Wüst Partner In der Schweiz bis zwei Tausend Vierzig rund dreihundertdrei neunzigtausend zusätzliche Wohnungen, also altersgerechte Wohnungen gebaut werden müssten um den wachsenden Bedarf zu decken.

00:04:33: Dieses Ziel in die nächsten vierzehn Jahren zu erreichen erscheint mir sehr ambitioniert.

00:04:38: Wie beurteilen Sie die Situation?

00:04:40: Ja das sehe ich natürlich auch so und hat vielleicht was wirklich mit der Grundhaltung zu tun, die sich ändern müsste.

00:04:48: oder Ich glaube Auch wenn ich selber unter dieser Flagge segle, eigentlich des altersgerechten Bauerns muss man sagen Alter ist ja keine Krankheit.

00:04:59: Das ist keine Behinderung.

00:05:00: Alter ist ein normaler Zustand des Lebens wie auch Baby sein oder Kleinkind seinen normalen Zustand ist wo man ja nicht alles selber kann.

00:05:10: und ich glaube es ging eher darum wir haben immer noch diese Haltung dass gebaut wird eigentlich für eine junge, fitte Bevölkerung.

00:05:19: Dass man die so immer im Blickfeld hat und ich merke das auch so oder habe das gemerkt in meiner Umgebung zum Beispiel ein Bruder da hat Zwillinge bekommen der immer ein bisschen meine Arbeit belechelt hat und plötzlich hatte er zwei kleine Kinder an der Wacke und hat gesagt ja jetzt kann ich nur noch da einkaufen wo ich mit dem großen Kinderwagen reinkomme und nicht mehr da wo ich eigentlich am liebsten sonst hingehe.

00:05:45: Also ich glaube, die Sache ist die, dass wir eher als Gesellschaft einfach sehen müssen.

00:05:51: Dass es ganz viele Menschen gibt, die bedürflich nach Hindernisfreiheit haben.

00:05:56: Nämlich habe schon gesagt Kinderwagen mit dem Einkaufsdrohli beim Umziehen.

00:06:01: oder sind sie auch froh wenn sie nicht was über die Stufen tragen müssen und das das eigentlich die Normalität sein müsste und dass wir jetzt speziell ein paar Wohnungen bauen für ältere Menschen wo man sagt Da habt ihr die Siedlung, da müsst ihr jetzt aber auch hingehen.

00:06:16: Das Ziel wäre natürlich dass man möglichst lange im Leben da wohnen bleiben kann wo man möchte.

00:06:21: oder und wir haben das im medizinischen Bereich ja gemacht eigentlich oder ist dabei klar vorgezeichnet was man sagt eher ambulant vor stationär Und das müsste man einem baulichen auch machen.

00:06:34: Das sind dann eher Fragen der Baugesetze, der Bauvorschriften.

00:06:37: eigentlich denke ich mal und nicht dass man jetzt plötzlich ganz viele Alterswohnungen baut mit einer Idee der Alters-Wohnung die eben auch nicht mehr zeitgemäß ist oder wo vielleicht Leute Weil viele Leute denken, oder Architekten oder Planer denken da ja gut das sind so Kleinstwohnungen irgendwie alle beieinander wo sich alle treffen können.

00:06:57: aber viele ältere Menschen wollen da wohnen bleiben was sie sehen und vielleicht auch die einen eher mit jungen Menschen die anderen eher nicht und sollten die Wahlfreiheit haben.

00:07:06: Also wenn ich Sie auch richtig verstanden habe geht es ja gar nicht darum dass die Wohnung praktisch mit dem Label altersgerecht versehen werden müssen sondern dass ist praktisch Alle Wohnungen, die neu gebaut werden diesen Aspekt mit berücksichtigen sollten.

00:07:20: Ja, lebensgerecht wäre vielleicht das Richtige.

00:07:22: Man könnte jetzt auch sagen in meinem Themenbereich generationengerecht aber genau oder dass man sich einfach bewusst ist stufe ist kann immer ein Problem sein, auch wenn ich zu viel getrunken habe oder das Bein gebrochen hab beim Snowboard fahren.

00:07:38: Also das ist nie was, was man sucht genug Türbreite brauche ich ins Board damit ich halt vielleicht auch mit Gehhilfen da reinkomme.

00:07:46: aber ja Ich bin auch sonst froh, wenn da ein bisschen genug Platz da ist.

00:07:50: Auch im Sanitäraum drin.

00:07:53: Genug Platz heißt eben vielleicht mit Babys... ich kann dann Wickeltisch hinschellen und mit älteren Menschen... ...ich kann da eben gehilfen oder mit Pflegematerial habe ich genug Platz!

00:08:02: Der klassische Gegensatz den er... ich hab dieser Age-Studie in dem Jahr zwanzig gelesen an der sie glaube ich auch mitgewirkt haben.

00:08:09: Und der Gegensatz heißt ja daheim Oder im Heim, wenn man das ein bisschen aufsplitten will löst sich ja aufgrund der besseren medizinischen Versorgung und einer höheren Lebenserwartung zunehmend auf oder?

00:08:21: Ältere Menschen leben ja am Schnitt noch zwanzig Jahre nach ihrer Pensionierung.

00:08:27: Welche baulichen Konsequenzen hat das für die Bau- und Immobilienwirtschaft?

00:08:31: Ja also ganz kurz ich habe da nicht mitgearbeitet.

00:08:33: aber eben nicht glaube ich dass was Sie schon gesagt haben oder ich denke Alte ist Normalität.

00:08:40: eigentlich kann man gar nicht sehr viel mehr zusagen.

00:08:44: Alter ist Normalität und zum Alter gehört, ich glaube auch da muss man gut unterscheiden.

00:08:51: oder es gibt einfach Dinge die mit dem Alter kommen, die gesunde ältere Menschen sind gesund.

00:09:00: Die sehen halt doch nicht mehr ganz so gut.

00:09:02: Da braucht mehr Licht für dieselbe Seeaufgabe wie junge Menschen.

00:09:06: Die reagieren nicht mehr so schnell, da brechen die Knochen schneller sowas oft noch einfach im Bereich von Normalität.

00:09:16: Und dann gibt es natürlich auch im Alter vermehrt gewisse Erkrankungen, die nur oder erst einmal darauf treten oder gehäuft einmal drauftreten – das gibt's schon auch!

00:09:25: Natürlich, oder?

00:09:26: Aber genau, also wenn wir sagen, dass die Gesellschaft immer älter wird und nicht zuletzt deswegen auch ist klar ja... Die brauchen Wohnraum.

00:09:37: Abgesehen davon könnte man auch noch sagen, das ist vielleicht jetzt nicht für die Dauer.

00:09:41: Aber im Moment sind das attraktive Kundinnen und Kunden auch Mieterinnen und Mieterkäuferinnen und Käufer.

00:09:48: oder es gibt doch eine ganze Menge älteren Menschen in der heutigen Generation, die eigentlich recht gut aufgestellt sind finanziell also.

00:09:56: Also nur um zu sagen, es geht da auch nicht jetzt nur um eine karitative Aufgabe wo man Geld reinstecken muss sondern das sind attraktive Wohnungen.

00:10:05: Die Leute oder wenn Wohnungen hinderesfrei sind heißt das eben auch die können... Es gibt weniger Wohnungswechsel weil die Leute weniger nicht raus müssten weil das nicht mehr geht oder sie können viel länger da wohnen bleiben.

00:10:20: Jetzt ist das vielleicht wenn man spekulativ baut nicht so interessant.

00:10:24: Interessanter ist, viele Wohnungs- oder Mieterwechsel zu haben.

00:10:28: Aber ich sehe das so bei Genossenschaften

00:10:30: z.B.,

00:10:30: die wirklich interessiert sind, die Mieterin und Mietern zu halten, dass das ganz wichtig ist.

00:10:35: Das ist mir schon wichtig zu sagen.

00:10:39: Es geht nicht primär um eine karitative Geschichte für die armen Alten Leute, sondern das sind interessante Leute.

00:10:45: Und es ist einfach immer ein Teil der Gesellschaft... Ein wachsender Teil!

00:10:50: Ja, ja.

00:10:51: Ein wachsender Teil und oder was wenn ich das noch anfügen darf oder?

00:10:55: Was mich dann schon oft erstaunt ist der dass wenn ich auch manchmal so in Baukommissionen bin oder so oder eben irgendwie ein Gemeinderät mal etwas höher oder eine Besprechung ist Dann sind das ja oft so ein bisschen die berühmten alten weiße Männer oder und wo ich dann denke aber hör mal was ihr jetzt macht macht für euch selber also für eure die nächsten zwanzig Eure nächsten Zwanzig Jahre die sind oft auch um die sechzig.

00:11:20: Das irritiert mich dann schon.

00:11:21: Die hätten die Möglichkeit, ihr eigenes Alter zu erleichtern und denken aber auch wie wir alle mehr passiert das nicht.

00:11:31: Also von daher eben... Ich sage oft, ich sage manchmal auch seit egoistischer Baut altersgerecht oder?

00:11:39: Also das ist eigentlich so was man vielleicht sagen kann Die häufigsten Wohnformen alter sind das Wohnzuhause oder alternative Wohnform wie mehr Generationenhäuser, oder SeniorenwGs und stationäre Wohnform.

00:11:53: Wie sind diese Modelle in der Schweiz verteilt?

00:11:55: Und wo sehen Sie aktuell die größte Nachfrage?

00:11:59: Also ich glaube und ich denke wirklich dass ist wahrscheinlich auch in anderen Ländern so.

00:12:03: die größten Nachfrage ist das Wohnen zu Hause einfach am angestammten Ort da wohnen bleiben oder dann sag' ich mal vielleicht Aber auch in einer konventionellen Wohnung, die eben halt möglichst barrierefrei ist.

00:12:18: Vielleicht in die Nähe der Kinder zu ziehen das Haus aufzugeben weil der Garten so groß ist aber eigentlich das Wohnen.

00:12:24: Halt einfach das Wohnen in einer Wohnung der Wahl oder?

00:12:28: Auch nicht eben immer zwingende Merkgeschoss.

00:12:31: und diese alternativen Wohnmodelle Die nehmen für mich ein Gefühl, ein bisschen zu viel Platz rein.

00:12:40: Die sind wichtig und spannend aber wenn man dann guckt oder alt als wir gehen zum Beispiel gibt es praktisch nicht.

00:12:47: Die kommen immer wieder mal in den Medien weil das halt so.

00:12:51: ich habe immer so das Gefühl ist diese Idee diese Miss Marbles die da zusammen stressen und irgendwie versuchen was weiß ich denn Rätsel zu lösen gibt's praktisch nichts.

00:13:03: Und das funktioniert oft natürlich auch nicht so gut.

00:13:07: Entschuldigung, Klosterwohnungen gibt für mich ein bisschen die Selberrichtung.

00:13:12: Interessanter Gedanke aber ist halt auch sozial nicht ganz einfach oder?

00:13:17: Meine Beobachtung und ich könnte das jetzt nicht beweisen an meine Beobuchtung ist dass in diesen speziellen Wohnprojekten sehr oft Sozial sehr engagierte Menschen wohnen mit einem hohen Sozialkompetenz.

00:13:30: Es sind wirklich oft sozial arbeitende Leute heil pädagogik, vielleicht auch der Pflege und auch Architekten, die an diesen Themen interessiert sind.

00:13:40: Aber es ist nicht so einfach ein Querschnitt durch die Bevölkerung, oder?

00:13:43: Ich denke mal also dass eben nochmals ich will nicht falsch verstanden werden.

00:13:48: Ich finde das wirklich spannend und jede Wohnform mehr ist ein Gewinn und ist interessant.

00:13:53: aber die Nachfrage denk' ich am ehesten so sehe ich auch für mich muss ich sagen Hausgemeinschaft auf alle Fälle oder?

00:14:03: Also dieser Wunsch halt wieder nicht anonym irgendwo in einer großen Siedlung zu wohnen sondern Das, was es sonst schon Genossenschaften bieten, einfach auch ein bisschen gemeinsames Leben zu führen.

00:14:15: Aber ich kann meine Tür schließen und... Aber diese Mehrgenerationen, WG von der Sie oder wir gesprochen haben?

00:14:22: Und sie meinen ja das sei nicht so wahnsinnig nachgefragt!

00:14:27: Entschuldigung, wenn ich das sagen darf.

00:14:28: Also nicht die Alterswege, das wollte ich sagen.

00:14:31: Mehr Generationen, das denke ich eben.

00:14:33: Das geht für mich so Richtung Hausgemeinschaft.

00:14:36: Und der Gedanke ist ja schon sinnvoll, wenn vorhin schon kurz darüber geredet.

00:14:40: Aber sie glauben auch dass der Egoismus der Menschen teilweise der Pflege für andere Menschen entgegensteht oder anders das der Egotismus etwas größer ist als der Wunsch anderer Menschen zu helfen und zu pflegen.

00:14:53: Also ich mag jetzt auch das Wort Tegoismus nicht, weil das so ja wie das Wort sagt egoistisch finde.

00:15:00: Ich glaube es ist wirklich einfach so dass der Alltag dann halt wieder irgendwo Einzug nimmt oder?

00:15:07: Ich glaube sehr oft so wenn man da mitmacht und ich kenne Leute die das gemacht haben mit großem Enthusiasmus da eintritt was sich wirklich toll findet also wirklich nur toll findet.

00:15:19: Aber irgendwann kommt halt der Alltag zurück und dann merke ich ja halt, ich habe ja noch meine Enkelkinder oder ich hab ja nach meinen Hobbys.

00:15:28: Oder ich mache sonst schon weil vielleicht zum Beispiel die Abmachung ist dass man für die Siedlung so viele Stunden pro Jahr sich einsetzen denkt.

00:15:38: Ich schaffe es nicht mehr Plus eben halt auch, die Sache manchmal so ist.

00:15:47: Also bei mehr Generationen müsste das wer das ja dann nicht so.

00:15:50: aber manchmal ist es halt so dass er dann vor allem ältere Menschen da oder älter werdende Menschen da einziehen und die werden dann gemeinsam alt und dann haben sie auch die Energie nicht mehr oder die Möglichkeit nicht mehr sich zu helfen.

00:16:03: also ich will da wirklich nicht falsch verstanden werden.

00:16:05: Ich finde das ganz ganz tolle Ideen und eben dieses wieder mehr zusammenrücken und füreinander schauen auf alle Fälle.

00:16:12: Aber ich glaube, man darf da nicht so sozialerwandisch sein und sich bewusst zu einem... Egoismus klingt für mich so bewusst.

00:16:22: Sich ausgrenzen, das denke ich nicht.

00:16:26: Man wird vom Alltag überholt und eingeholt.

00:16:29: Und merkt hat es geht halt doch nicht so gut.

00:16:32: Also dem der von der Wohnung drei C, der lässt sich immer nur helfen und macht selber nix.

00:16:41: Ich denke mal, da muss man sich einfach bewusst sein.

00:16:43: Der Alltag steht im Weg und nicht der Egoist muss er.

00:16:46: Genau!

00:16:47: Und um das Studio noch etwas zurückzukommen, die Sie erwähnt haben... Also wir können nicht alles neu bauen oder?

00:16:57: Wir müssen gucken.

00:16:57: also eigentlich der Hauptteil wo wir diese Herausforderung angehen müssen ist im Bestand.

00:17:07: Wie gesagt, das ist toll.

00:17:08: Ich war jetzt kürzlich in der Gießreihen Wintertour, was mehr Generationen wundberecht ist und was ich ganz toll finde – wirklich toll!

00:17:18: Aber eben, das wurde neu gebaut mit vielen Initiativen.

00:17:23: Das ist super.

00:17:25: Aber man kann nicht noch hundertseuere Projekte bauen, wir haben das Land und das Geld nicht.

00:17:30: Und es ist schon was da oder?

00:17:32: Deswegen müssen wir versuchen... Nach meiner Ausbildung war eigentlich das Thema Wohnungsanpassung.

00:17:41: Was in Deutschland viel weiterentwickelt ist wie in der Schweiz.

00:17:45: Wo man sagt ja jetzt gucken wir halt den Bestand wo kann ich etwas machen damit die Situation besser wird.

00:17:53: Und dann gibt es ja auch noch, ob ich gelesen auch an diesem Age Report sogenannte Fiberitmodelle oder damit ist der Wechsel zwischen dem Leben zu Hause und einer Betreuung im Alters- und Pflegeheim gemeint.

00:18:02: Funktionieren solche Angebote in der Praxis?

00:18:05: Oder ist das auch nur ein Hirngeschwinds?

00:18:07: Ja, nee, nee!

00:18:09: Es ist auch nicht auch ein Hirngeschwinds, weil das anders keines.

00:18:20: Grundsätzlich finde ich sowieso.

00:18:21: Also früher, das war zumindest unser Eindruck, gab es entweder ich bin zu Hause oder im Altersheim.

00:18:28: Es gab nichts dazwischen, oder?

00:18:30: Und diese Öffnung, diese Aufwächerung in viele Angebote betreut das Wohn-Gemeinschaften jetzt vielleicht auch von behinderten Menschen.

00:18:42: So ein bisschen Alterswohnungen aber direkt neben dem Pflegeheim wo ich gewisse Leistungen beziehen kann.

00:18:47: Das finde ich unglaublich toll oder?

00:18:49: Weil dass es mir als älter werden Mensch die Möglichkeit gibt zu sagen okay eben Zuhause vielleicht der Partner gestorben, ich fühle mich nicht mehr ganz sicher oder die Kinder sind.

00:19:01: Den ist nicht mehr so wohl dass ich ganz alleine bin wenn sie mich nicht erreichen.

00:19:05: also ziehe ich da in eine Wohnung zum Beispiel jetzt eben auf dem gleichen Aurealist wie im Pflegezentrum Da habe ich ein Notruf, da weiße ich.

00:19:13: Da kommt wer wenn was ist?

00:19:15: Aber ich bin immer noch selbstständig.

00:19:16: also das finde ich unglaublich toll.

00:19:18: oder?

00:19:18: und all diese Modelle eben betreut es wo in so Wohngruppen die vielleicht angeschlossen sind an einer Institution aber halt in einem Wohnhaus eingeglittert sind finde ich ganz ganz tolle Dinge.

00:19:30: viele der gerade besprochenen Wohnform bleiben ja älteren Menschen vorbehalten die genügend finanzielle Reserven haben muss man ja so sagen oder Senioren mit wenig Vermögen müssen oft schlechtere Wohnbedingungen kaufnehmen oder vorzeitig in eine stationäre Pflegeeinrichtung ziehen.

00:19:50: Wie könnten wir diese Unterschiede besser ausgleichen?

00:19:55: Ich denke mal, also ich glaube ganz, ganz so groß ist die Schere nicht das hoffe ich.

00:20:00: jedenfalls ist auch nicht wirklich mein Eindruck aber die besteht natürlich ist klar da es immer so hat man Geld kann man sich in den Situation wählen.

00:20:10: Wir kennen ja die Angebote, die so Richtung Hotel-, Residenz und solche Dinge gehen.

00:20:16: Das muss ja auch nicht sein!

00:20:18: Das ist natürlich schön wenn man sich das leisten kann oder?

00:20:22: Ich habe die Grundversorgung in dem Sinne auch wirklich mit ambulanter Pflege angeboten.

00:20:32: Auch das ist ja, dass es die meisten Leute wollen mit ambulanten Pflegern selbst, wenn sie dreimal kommen muss pro Tag zu Hause wohnen bleiben und das steht grundsätzlich allen offen.

00:20:47: finanziell abgesichert.

00:20:48: Also die Grundbedürfnisse, glaube ich sind abgesichert.

00:20:51: aber natürlich gibt es dann... Die Wahl ist ein bisschen kleiner und das bestimmt so dass da vielleicht auch früher der Eintritt eine Pflegeeinrichtung ist hat meine ich auch oder könnte ich auch sagen habe ich teilweise erlebt oder das hat auch noch ganz andere Gründe nämlich dass sie zum Beispiel in sehr kleinen Wohnungen wohnen wo eben dann wirklich kein Platz ist für die Pflege dass sie sich nicht getrauen, für sich selbst einzusetzen.

00:21:17: Weil die haben das noch nie gekonnt.

00:21:21: Das habe ich viel erlebt, ältere ... weil ich hab für Proselectur dieser Wohnberatung gemacht mit Menschen zu Hause.

00:21:27: In der ganz großen Regel waren das ältere, alleinstehende Frauen mit wenig Geld.

00:21:32: Und das ist genau das.

00:21:34: Die Leute die viel Geld haben wohnen auch eher großzügig.

00:21:37: da hat es vielleicht einen zwei Bäder und eins mit einer Dusche dann hat man die Dusche eben schon.

00:21:44: Eben ist genug Platz da und wenn einem was nicht passt, da reklamiert man vielleicht auch oder der Sohn ist irgendwie Handwerker oder so was.

00:21:52: Aber die Menschen, die ich betreut habe waren oft allein stehen und haben wahrscheinlich früher auch einen Job gehabt wo sie Befehle sag' ich mal ein Kind genommen haben.

00:22:01: Und die denken wenn ich jetzt was dem Hausbesitzer sage Ich bräuchte da einen Haltergriff oder so dann denkt er oh wenn nicht die Person nur möglichst schnell los wird Ist eher Scham auch ein bisschen?

00:22:11: Ja, genau.

00:22:12: Scham aber auch die Angst aufzufallen... Die Angst dann eben auch in den Wissen.

00:22:17: also wenn ich die Wohnung verliere in der Stadt da kriege ich nie mehr was.

00:22:22: ne?

00:22:22: Also lieber stillhalten und halt so das annehmen kommt dann noch dazu.

00:22:29: Das gilt jetzt aber wiederum für eigentlich die meisten oder alle älteren Menschen Ein großes Problem.

00:22:35: Und das ist auch ein Problem mit, wie soll ich sagen?

00:22:40: Es gibt einen Feedback-Problem bei schlecht gebauten Gebäuden.

00:22:43: Auch für ältere Menschen weil ich bin oft auf Pflegezentren die wirklich nicht genügend altesgerecht sind.

00:22:51: oder wenn ein älterer Menschen ein Problem begegnet da irgendwie nicht mehr die Treppe hochkommt dann ist für ihn klar Ich bin alt und früher konnte ich das noch, jetzt geht es nicht mehr oder?

00:23:02: Ich schaue da und denke dann vielleicht ja also wenn's da auf beiden Seiten einen guten Handlauf hätte.

00:23:08: Vielleicht ein Zwischenpotest, gute Beleuchtung so was ne Dann wäre das möglich.

00:23:13: Aber aber das gibt´s nicht.

00:23:15: Also gehen die nicht über die Treppe.

00:23:18: Denken Sie, jetzt Treppensteigen gehen nicht mehr und die Angehörige sagen meine Mutter kann nicht mehr treppensteigern oder dabei.

00:23:24: Ich sage manchmal ist vielleicht eher die Treppe behindert wie die Person.

00:23:28: natürlich ist es immer beides.

00:23:29: aber Aber also da oder die Leute sind man sucht den Fehler ganz schnell bei sich selber.

00:23:36: eben Wie gesagt ein bisschen zu recht.

00:23:38: natürlich sehe ich mir so gut ich höre nicht mehr so gut Ich bin nicht.

00:23:42: ich komme nicht mehr sehr schnell über die Straße rüber und soll dann mache ich lieber nicht mehr.

00:23:46: Aber dann verlangt man nicht, dass die Grünphase verlangert wird.

00:23:48: Sondern denkt sich ja jetzt ich passt da nicht mehr rein.

00:23:52: also das ist ein großes Problem und deshalb können sie gibt es Wohnungen, die als Alterswohnung verkauft vermietet werden, die überhaupt nicht barrierefrei sind und doch weggehen weil die Leute denken, da steht Alters-Wohnung drauf, da ist Alters Wohnung drin.

00:24:08: Das ist überhaupt nicht so.

00:24:10: Ja war spannender Aspekt.

00:24:11: Dann würde es auch hier auch bedeuten, dass sich die Leute mir trauen müssten?

00:24:16: Das ist so.

00:24:17: Aber ich höre dann auch da immer, die jetzige Generationen, sagen nur die sixty- acht, aber es war ganz erlaubt gesagt, die würden sich dann schon mehr auf die Hinterbeine stellen.

00:24:26: Ich bin mir da nicht so sicher weil man kommt einfach irgendwann im Alter in eine gewisse Abhängigkeitssituation rein und wenn sie in einem Pflegeheim sind vielleicht nicht in der Alterswohnung im Pflegeheim sind das sind Sie einfach froh Würde voll behandelt werden, wenn sie betreut werden.

00:24:44: Da möchten Sie jetzt nicht die Person sein, die immer noch, wenn Sie recht haben, weil alle anderen haben sie auch, fressen sie auch oder?

00:24:53: Die Kreide umfunden da.

00:24:58: Ich weiß es nicht sondern eher ich denke ihm eher... Da müssen wir als Gesellschaft auch das besser kontrollieren.

00:25:06: Und da kommen wir ganz schnell in Vorschriften, die Vorschiften sind sehr, sehr lasch eigentlich nicht nur in der Schweiz.

00:25:14: Bauvorschrifte, da müssten am besten werden eine klare normative Vorschrift.

00:25:23: Auch Gemeinden könnten selber viel mehr machen, dass sie sagen okay, wir verlangen das mehr wie das Gesetz verlangt zum Beispiel oder?

00:25:32: Und da gibt es durchaus auch kreative Dinge.

00:25:35: Also ich weiß nicht, ob das immer noch gibt.

00:25:37: eine Gemeinde oder die haben gesagt okay also wenn jetzt jemand in einem ein Haus baut was nicht unter das Gesetz fällt dass man das hinter nicht zwei gestalten muss in der Schweiz Aber ich sage mal freiwillig da einen Aufzug einbaut Dann kriegt er ein bisschen mehr Ausnutzung damit eben nicht ein vermietbarer Flächer verliert.

00:25:58: also das fand ich eine super Idee.

00:26:01: Man soll ja die Leute, ich finde auch nicht alles erzwingen.

00:26:05: Aber das Durchdenken und sagen okay dann unterstützen wir das der kann ein bisschen größer bauen.

00:26:11: Dann muss immer noch den Aufzug selber bezahlen aber er verliert nicht an Familie oder das finde ich ganz toll.

00:26:18: also wir müssen mehr glaube ich in die Richtung was suchen wo halt alle ein bisschen Gewinn draus ziehen und unthalt zu sagen es ist so Wohnraum oder ich sage mal gut, so als gleich nicht sag ich mal.

00:26:37: oder man könnte auch sagen.

00:26:39: Weshalb werden zum Beispiel Gittas oder so nicht mit einer Raumhöhe von Eintzachtig gebaut?

00:26:45: oder weniger Baumaterial, weniger Heizkosten und so weiter?

00:26:48: Das reicht ja weil das ist für die Kinder die haben das längst groß genug.

00:26:52: Da muss man halt Betreuerin eher bei den kleinen gewachsenen Menschen suchen, aber naja und wenn die Eltern kommen, müssen sie halt den Kopf einziehen.

00:26:59: Macht man nicht?

00:27:00: Weil man sagt ja ne, ab und zu kommt da Eltern rein.

00:27:04: Natürlich gibt es Wauvorschriften von einer minimalen Höhe.

00:27:08: Es soll ja nur so ein bisschen Bild sein oder das sagt man auch nie.

00:27:10: Das muss ja für alle Leute sein.

00:27:12: vielleicht kommt der Abends auch noch der Gesangsverein und nutzt die Räume sowas.

00:27:17: Oder vielleicht in zwanzig Jahren wird das mal was anderes.

00:27:23: Man hat so ein Bild vom Menschen und ich glaube einfach, man müsste das Bild des Menschen ausweiten.

00:27:32: Es ist normal dass Kleinstkinder keine Treppen hochgehen können und schnell runterfallen sich verletzten.

00:27:40: Und ältere Menschen halt auch wieder aus anderen Gründen.

00:27:43: Das gehört zum Mensch sein oder das ist das Normale?

00:27:46: Das müsste unser Vorgabe für Spawns sein zieht da halt ein paar Dinge mit sich.

00:27:51: Und dann ist es nicht mehr so, eben speziell jetzt so einer Studie braucht mehr Alterswohnungen oder sowas, sondern wir brauchen mehr flexible Wohnungen, generationengerechte Wohnungen was auch immer wie man da gibt sicher ein paar schöne Ausdrücke für aber eigentlich Wohnungen die der Lebens realität gerecht werden das könnte man sagen.

00:28:14: ich sage auch also Auch das ist zum Beispiel bei mir, aber ich habe erst sehr spät Kinder gekriegt.

00:28:22: Also da war meine Eltern schon auch recht alt und dann kann ich auch sagen also wenn ich wurde damit meine Eltern meinen Kindern hüten können Muss das altersgerecht sein?

00:28:32: Jetzt noch nicht wegen mir, aber... Wegen der Eltern.

00:28:35: Wegen den Eltern!

00:28:36: Also die Besuchseignung.

00:28:39: Da staun ich eben auch oft.

00:28:40: Weil jeder hat ja in der Familie Situationen, wo man sagt, wo machen wir das Familienessen?

00:28:46: Nein da geht es nicht weil da die Toilette ist im Montageschoß und hat nur eine Wendeltreppe oder ich sage irgendwas.

00:28:52: also wir müssen ein Restaurant suchen Ebenerdig irgendwie eine Toilette da ist, die erreichbar ist.

00:28:58: Die muss nicht mal behindertengerecht sein aber sie muss irgendwie erreichbares sein.

00:29:02: Also wenn man das einfach eben die Lebensrealität von dass halt nicht alle zwanzig bis dreißig sind oder?

00:29:13: Wenn ich das noch schnell ausruhen darf... Wir haben zum Beispiel das Problem auch mit der Beleuchtungsnormen die bei uns, also auch in Deutschland genau dieselbe, die da gültig ist oder die wurde.

00:29:25: Die Daten dafür wurden erhoben mit ganz jungen Menschen.

00:29:28: Der Grund dafür ist, das waren Studierende oder?

00:29:30: Also wenn ich jetzt als Forscher, als Professor irgendwo Studienobjekte suche und die an dich leicht rankommen, die mich wenig kosten sind... Das sind Studierenden also haben die mit denen das gemacht.

00:29:44: Ja aber da sind die Menschen auf dem Peak in der Leistung, der Seeleistung und diese sind jetzt Referenz dafür wie viel Licht brauche ich am Arbeitsplatz?

00:29:54: Realität ist natürlich die meisten Leute, die arbeiten auch sind vielleicht vierzig-fünfzig was auch immer.

00:30:00: Und dann sagt man ja für die alten Leute muss man halt ein bisschen mehr Licht zu geben.

00:30:05: da kommt die Energiediskussion.

00:30:06: aber eigentlich ist das Startpunkt völlig der Referenz.

00:30:11: Falsch.

00:30:11: Genau oder?

00:30:12: Und und und dann sind so die alten Menschen oder die Sehwender Mensch schuld dass man da so unglaublich viel Dinge verlangt, die viel Geld kosten Energie verschwenden.

00:30:26: Also ich denke oft es ist dieses falsche Startpunkt oder vielleicht das man sagen müsste wir müssen wirklich den Durchschnittsmenschen angucken und auch schauen ja dass krank sein gehört zu und alt werden sowieso zum glück gehört zum menschsein normaler zustande des menschseins nicht ein Ausnahmezustand.

00:30:52: Sie haben gesagt, die Schweiz ist da nicht so wahnsinnig führend in der Alterswohnsituation.

00:30:58: Welche Länder wären denn da weiter?

00:31:02: Ich denke es sind so oft die nordeuropäischen Länder eigentlich aus meiner Sicht halt auch, würde ich doch sagen Deutschland in dem Sinne Das eben zumindest in diesem Bereich, was wir sehr am Herzen liegt der Wohnungsanpassung da.

00:31:19: In Deutschland halt wirklich ein Netzwerk von Beratungsstellen dar ist.

00:31:22: es gibt ja die Pflegeversicherung, die das mitfinanziert weil Finanzierung ist dem ein Problem oder?

00:31:28: Wir haben um das gerade schnell aufzunehmen ist mir sehr wichtig.

00:31:33: Oder das zieht sich doch alles durch auch durch das Versicherungssystem in der Schweiz oder?

00:31:39: Das wissen viele Leute nicht.

00:31:41: also wenn ich als Mensch im Erwerbsvergnalt, da sag ich mal einen schweren Unfall habe.

00:31:48: Dann gibt es die Invalidenversicherung, die mir die Wohnungsanpassung zahlt, die Anpassung des Arbeitsplatzes.

00:31:54: Wenn ich mal aus der Fünfundsechzig- und Älter bin, ist das keiner mehr oder?

00:32:01: Weil könnte man ein bisschen böse sagen... Dann bringe ich der Gesellschaft nichts mehr.

00:32:07: Ich arbeite nicht mehr, da kommt nicht mehr Geld rein dank mir, dann muss ich halt selber gucken oder?

00:32:14: Und das wissen ganz viele Leute nicht und ich finde das absolut skandalös!

00:32:18: Und das heißt, und eben weil bei uns auch noch nicht malig in der Pflegeversicherung da ist, ist eigentlich kein Kostenträger da.

00:32:25: Also wenn jetzt jemand oder dann entsteht die absurde Situation sag ich mal dass jemand in einer Wohnung ist, da bräuchte jetzt eine Dusche und vielleicht noch ein Etat dort einen Handlauf Vielleicht müssen wir das Betten bisschen erhöhen sowas.

00:32:40: Das sind so ein paar tausend Franken was es kostet Und könnte die Person vielleicht und da gibt es Studien aus Deutschland, vielleicht ein halbes Jahr noch länger zu Hause wohnen bleiben.

00:32:55: Wir wissen alle was einen Aufenthalt in einem Heim kostet tausenden von über zehntausend Franken.

00:33:02: also auch jetzt volkswirtschaftlich würde sich das längst lohnen die Investition Die Person wäre glücklicher, es würde uns weniger kosten.

00:33:13: Also es gäbe viele Gründe zu sagen dass man irgendwie bis zu einem gewissen Betrag einen Freibetrag hat wo das unterstützt wird.

00:33:19: ne?

00:33:21: Es gibt in der Schweiz praktisch keine Bratungsstellen und Geld gibt sowieso keines eigentlich.

00:33:26: Es gibt so ein paar Modellprojekte die aber dann nicht mehr kommen und gehen.

00:33:30: Aber eigentlich in der schweiz existiert das nicht.

00:33:32: In Deutschland gibt's das zumindest.

00:33:34: also ich glaube da Das ist eines, oder?

00:33:42: Natürlich jetzt von der Bauwirtschaft und auch von Architekten schon sehr viel gebremst wird in die Richtung.

00:33:51: Auch vom Hausagentümerverband, den ich will dass man da in das Eigentumsrecht der Besitzer eingreift.

00:33:58: und so sind alles Dinge die sehr schwierig sind Denkmalpflege, die auch noch mitredet bei Elterngebäuden.

00:34:04: Es ist nicht einfach aber es ist wirklich so oder wenn Vielleicht kann man so sagen, die technischen Lösungen sind in der Regel da.

00:34:12: Und ja natürlich ist es ein Teil, wir seien teurer.

00:34:17: vielleicht muss man wirklich bei schwellenlosen Ausgängen halt gucken auf eine Terrasse das ein Vordachter ist dass nicht die Wetter-Seite ist sowas.

00:34:25: Ja, es scheint klein aber es gibt eigentlich ganz viele Dinge könnten kostenneutral umgesetzt werden.

00:34:31: ich meine Schwellen innerhalb der Wohnung sind überhaupt kein Thema.

00:34:35: Flache Duschen sind Lifestyle Produkte und nicht mehr Pflegeprodukte, also da wäre ja ganz viel machbar oder und möglich Beleuchtungsmäßig auch, weil wirklich so mit der Steuerung kann ganz viel gemacht werden.

00:34:50: Dass halt nur zwar mehr Licht da ist aber nur da wo sich jemand befindet.

00:34:54: also das wäre alles alles wirklich leicht zu machen.

00:34:57: Aber da ist eine ganz große Gegenbewegung.

00:35:01: oder zum Beispiel so halt eben diese ganze oder diese Baunahmen auch die dieser SIA-Fünfhundert erinnernisfreie Bauten Das ist eine Essyamonorm, die von den Architekten her kommt.

00:35:17: andere Interessen vielleicht als die Leute, die das brauchen würden oder?

00:35:21: Und da ist niemand vertreten der wirklich also dass in Menschen vertrete jetzt bei der es ja fünfhundert die behinderten Interessen schon einbringen aber eigentlich bestimmt die Bau.

00:35:30: Also die Baulobby sag ich mal und die Architekten Lobby was darf sein was nicht oder dann steht halt eine Schwelle darf bis zu zwei Kommon fünf Zentimeter sein.

00:35:40: Da gibt's noch einen Toleranzbereich.

00:35:42: von einem Zentimeter sind wir bei dreieinhalb Zentimeter.

00:35:46: Das ist natürlich nicht was es braucht und dann wird's ganz schwierig.

00:35:53: Sehr spannend, Herr Wohnen!

00:35:55: Auch das Wohnumfeld spielt für die Zufriedheit von Senioren eine große Rolle.

00:36:00: Was sind die wichtigsten Faktoren für eine altersgerechte Umgebung?

00:36:05: Ich bin froh, dass Sie das Thema aufnehmen.

00:36:06: Vielen Dank weil das ist natürlich so.

00:36:08: ich werde nicht glücklich wenn ich eine ganz tolle altersgerichte Wohnung habe und das Umfeld nicht stimmt.

00:36:16: Ja, es sind natürlich einfach im Großen dann dieselben Themen oder teilweise klar die möglichste Hindernisfreiheit so gut geht.

00:36:25: Da muss man Kompromisse eingehen bei Straßenübergängen und so zum Beispiel.

00:36:32: Was ein Problem ist was halt schwer sehr schwierig zu beeinflussen ist Es sind die Wege.

00:36:37: oder wenn wir halt wirklich immer weniger kleine Geschäfte haben weil die Leute große Einkaufen gehen und ich kann oder darf, da will nicht mehr Auto fahren.

00:36:49: Und es gibt wenig öffentliche Verkehr oder gar keinen.

00:36:53: Dann wird's ganz schnell schwierig.

00:36:55: Also gibt sie diese Hauslieferdienste?

00:36:59: Ich sehe eigentlich eher... Oder ich denke mal... Wichtig ist eben dass ich aus dem Haus raus kann, dass ich in öffentlichem Verkehr benutzen kann das öffentliche Gebäude möglichst barrierefrei zugänglich sind.

00:37:19: Und mir ist schon auch noch was wichtig zu sagen im Gesamt, dass man bei Barrierefreie eigentlich die meisten Leute immer an Menschen im Rollstuhl oder vielleicht eben noch am Rollerhaktor.

00:37:31: Es gibt Leute, die nicht gut hören und nicht gut sehen, also dass man das nicht vergisst.

00:37:36: Dass man wirklich die Leute auch da... Ideal!

00:37:41: Oder es ist ja eigentlich so wie im öffentlichen Verkehr, wo ich sehe eine Schautafel, an welcher Haltestelle bin Und ich höre auch noch die Durchsage.

00:37:48: Bin nicht gut höher, kann nicht schauen und ungekehrt.

00:37:51: So werden das zwei Sinne Prinzip, dass man eine Information immer über zwei Sinne vermittelt.

00:37:57: Aber ja es ist schon so oder das wird eben heißen natürlich die Leute müssen am Zentraler Wohnen und Zentralwohnen ist teuer.

00:38:04: also das können wir zwar aber auch nicht lösen.

00:38:08: Ich finde eher... Tendenz natürlich eben längere Grünphasen, Mittelinseln auf Breitenstraßen und so was.

00:38:18: Dass ich mich überhaupt getraue da los machen kann.

00:38:24: Und soweit geht eben halt.

00:38:25: natürlich... Da kommt man in so ein Konflikt.

00:38:27: oder zum Beispiel die Die alte Steinbelege in alten Städten, die wir ja alles sehr schön finden sind natürlich schwierig.

00:38:37: Wenn ich da drüber hoppele mit meinem Rollautos aus, dann muss man gucken... Da gibt es auch Lösungen.

00:38:44: und man sagt okay, man macht von dem Kloster einsiedeln hat man das zum Beispiel gemacht, dass man da wirklich eine Spur gemacht hat eigentlich.

00:38:53: Auch schöner Stein aber eine Spuhr wo man da Und ich kann mir gut vorstellen, dass jeder der da was hinliefert getränkt hat oder so froh ist das er nicht die Spur auch benutzen kann.

00:39:04: Also solche Dinge.

00:39:05: Ich glaube dann muss man sich wirklich ein bisschen entgegen kommen.

00:39:08: natürlich auch das Thema Sicherheit.

00:39:10: eben halt Beleuchtung, dass man sich sicher will und kann was ja aber auch wieder junge Frauen betrifft und viele Menschen überhaupt.

00:39:22: So ganz offen muss ich sagen kann ich sagen Ja Ich bin froh, nehmen Sie das Thema auf.

00:39:29: Da gibt es nicht so ganz schnellen Erlösungen und da muss man gucken gehen oder natürlich wenn's immer wieder mal eine Sitzbank hat wo ich eben ... Also Strecken einteilen können, gewünschenswert wäre ein öffentlicher Verkehr oder einen Rufbus oder sowas.

00:39:48: Das wär sehr schön!

00:39:51: Aber einfach das mit einbeziehen und eben auch da sind wir wieder.

00:39:53: Wenn Sie vom Einkaufen zurückkommen, mit so einem Trolli, dann sind sie auch froh, dass sie nicht über eine Dreißigzentimeter-Schwelle rüber müssen oder sowas.

00:40:04: Man sieht den Zielkonflikt übrigens bei Tramstationen, wo jetzt mit diesen erhöhten... Aber so heißt das.

00:40:12: Super, ich kann gerade einsteigen aber wenn ich da rüberwählte zu Fuß... Das ist eine Barriere!

00:40:16: Da muss man sich einen riesen Barrieren an das Ende gehen und den großen Umweg machen.

00:40:21: Und so ist es vielleicht auch im öffentlichen Rahmen.

00:40:25: Aber einfach so ein bisschen... Ja, ich denke daran denken und wie gesagt ja.

00:40:30: Ich glaube es sind Themen wie Sicherheit und Weglänge eben ausruhen können sowas.

00:40:37: Und natürlich wäre schön man würde wieder mehr auch Quartiere beleben teilweise aber das eben das sind dann mehr so gesellschaftliche Dinge Herr Wohne, ich würde noch den sozialen Aspekt gerne mit Ihnen besprechen.

00:40:50: Nachbarschaft ist ja auch wichtig bei dem Thema.

00:40:53: Nachbarn sind für die seelische Gesundheit älterer Menschen zentral.

00:40:58: Welche Voraussetzung braucht es im Wohnumfeld damit solche Kontakte überhaupt entstehen können?

00:41:06: Also man kann ja auch gleich wieder sagen sind für alle Menschen zental.

00:41:10: Es ist einfach eher so dass jüngere Menschen vom Menschen, die vielleicht auch arbeiten zur Schule gehen halt automatisch sehr viele Kontakte haben da aussuchen können und deshalb vielleicht zu Hause eher nicht so brauchen.

00:41:23: Ich glaube es gibt ja schon dass ist klar Es gibt auch elektronische Mittel das hier zu fördern oder also bekannteweise der Laubengangsituation wo ich eben halt entlang eines Laubgangs an verschiedenen Wohnungen vorbei zu meiner gehe Vielleicht sehr oft an die Küche mit Küchenfenster ist und wenn ich will, kann ich da schnell an die Scheibe klopfen und sagen Hallo kommst du hier rein oder zumindest sehe ich den habe schon lange nicht mehr gesehen.

00:41:51: Also da gibt es wirklich natürlich auch vielleicht Gemeinschaftsräume, solche Dinge.

00:41:56: Ich möchte aber auch da wieder so ... ich bin ein großer Genussenschaftsfan.

00:42:00: sagen eben wo halt auch mal was organisiert wird und nicht immer Spieleabende.

00:42:06: jede Woche muss nicht sein, aber vielleicht zweimal im Jahr irgendwie in den Frühjahr essen oder Würste braten oder irgendetwas gemeinsam, wo man kommen kann, aber nicht kommen muss So was.

00:42:21: Weil ich habe länger in einer Genussenschaft gewohnt und habe das unglaublich geschätzt, obwohl ich ja auch ganz viel anders daneben hatte.

00:42:28: Es gibt bauliche Dinge natürlich oder man kann Gebäude so bauen dass sie eher vielleicht gemeinsam Hoframpen bauen die wirklich aufs Zentrum gerichtet sind wo ich eben sogar über den Hof nach draußen gehe und nicht aus dem Haus.

00:42:47: Das Gegenmodell wäre ja eigentlich mit dem Auto eine Tiefgarage in den Aufzug und direkt in die Wohnung, oder?

00:42:52: Dass man wirklich jetzt nicht lange Wege schafft aber einfach Gegungsorte schafft.

00:42:57: Da gibt es viele Möglichkeiten diese gemeinsame... Briefkastenanlagen, all solche Dinge.

00:43:04: Und ich meine jetzt genau das so.

00:43:05: Das sind so niederschwellige Dinge also eben nicht.

00:43:07: Ich muss da hinkommen und wir kochen gemeinsam und so weil das ist nicht für jeden was.

00:43:13: aber Aber so einfach wo man sich halt sieht oder?

00:43:18: Was eben sonst eine Gefahr ist wenn ihr in den Aufzug steigt und in die Wohnung geht.

00:43:23: Ich glaube also die architektonischen Mittel müsste man ausschöpfen.

00:43:30: Und gut, zum Teil glaube ich auch oder eben wie gesagt.

00:43:36: Ich bin da immer ein bisschen aufpasst meiner Meinung nach dass man dann nicht so sehr in die Sozialromantik rüber kippt oder da wo sich alle freuen die anderen zu sehen manchmal kommen wir nach Hause und einfach mal seine Ruhe haben geben.

00:43:51: Hoffentlich sieht mich keiner.

00:43:54: Aber also ich glaub man darf natürlich einen Teil hier den Eltern Menschen übergeben und sagen ja vielleicht oder also man darf auch nicht die Erwartung Haltung sein ich sitze in der Wohnung jetzt müsste doch jemand kommen.

00:44:08: Es gibt halt schon auch Leute, die man falle auch unfreiwillig personellicherweise sagen vielleicht gerade nach Trennungen oder sowas aus einem Freundeskreis rausgeworfen werden.

00:44:21: aber wenn man sich natürlich nicht um seine Freunde Nachbarn bemüht kann man nicht erwarten, dass dann die plötzlich vor der Haustür stehen, wenn ich jemandem brauche, der beim Einkaufen hilft.

00:44:33: Jemand nehmen ja?

00:44:34: Ja oder?

00:44:35: Also das und wir hatten ja ganz zu Anfang schon mal das Thema mit diesen Generationenwohnungen.

00:44:40: Das geht natürlich auch nur so oder es geht nicht... Dass ich denke so, ich werde langsam alt.

00:44:44: jetzt gehe ich dahin, dass viele Junge da geht dann sicher mal legen, niemand für mich einkauft sondern ich muss da Mein Beitrag leistend so gut und solange es geht.

00:44:55: Und wenn's dann nicht mehr geht, da werden die denken, wow, die habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

00:45:00: Ich gehe mal nachschauen und dann sage ich okay, ich oder mein Sohn oder wer auch immer können wir für Sie gerade was einkaufen mitnehmen?

00:45:08: Also... Ich glaube schon, wie gesagt man darf also bei den Eltern Menschen die auch so eine Wunschform dann wünschen.

00:45:17: Schon auch verlangen dass sie da auch aus beitragen und aktiv werden vielleicht was organisieren oder sowas.

00:45:23: Und natürlich auch vielleicht eben halt mal... Da gibt es ja auch immer wieder Versuche und Beispiele und das wird wohl ab und zu auch klappen, dass die halt dann vielleicht auch mal Kinder hüten oder sagen ich hüte deine Kinder Vielleicht darf ich mal bei euch essen kommen und da gibt es so eine ... Synergie, ne?

00:45:44: Genau.

00:45:45: Also die Oma, die eben vielleicht ganz weit wegwohnt, die nicht kommen kann, gibt das so eine kleine Ersatz-Oma Und dann sind im besten Fall alle glücklich.

00:45:54: Aber eben also da hinzugehen und zu denken, die Jungen müssen jetzt liefern.

00:46:00: So ich hab mein Leben lang mich auch oder das gibt es schon auch.

00:46:04: Mein Leben lang habe ich mich aufgeopfert für die Schweiz oder was auch immer.

00:46:07: Oder jetzt bin ich mal dran?

00:46:09: Das geht einfach.

00:46:11: Falsche Anspruchshalte sozusagen.

00:46:12: Ja!

00:46:13: Und es ist natürlich auch so dass er auch in der Schweiz dieses traditionelle Familienmodell ja schon länger nicht mehr vorherrschen ist sag' ich mal Und dann halt beide arbeiten gehen und selber schon gucken müssen mit den Kindern, wenn sie noch Kinder haben.

00:46:29: Und eben Hobbys und Engagement sonst noch, dass Sie das überhaupt auf die Reihe kriegen oder?

00:46:35: Das ist auch nicht so... Die Alten interessieren mich nicht sondern einfach aus Leben frisst einem auf!

00:46:42: Und da müssen alle ein bisschen ... und klar, ich denke einfach das Gute ist jetzt wieder.

00:46:48: um da wirklich zu sagen auch, dass Generationenprojekte sind gut.

00:46:52: Ich glaube wenn man dahin geht dann gehen wir schon auch mit der Bereitschaft sich da einzubringen oder es halt so eine Persönlichkeit die, die ein bisschen um sich schaut wie geht's den anderen?

00:47:03: Aber eben man muss auch ein bisschen realistisch sein.

00:47:06: oder das ist, wie die Menschen werden nicht bessere Menschen, wenn sie älter werden.

00:47:12: Also man hat manchmal so das Gefühl, dass sind alle so nette Menschen die stören sich halt dann doch auch am Kindergeschrei oder... Man ist das was man isst der Charakter zeigt sich vielleicht deutlicher aber ansonsten bleibt man der Alter.

00:47:25: Ich glaube man darf das Alter jetzt auch nicht ja und die alten menschen jetzt auch noch nicht so auf dem Podest leben.

00:47:30: Das sind Menschen wie du und ich und man von.

00:47:33: manche sind mühsam waren da schon immer andere sind nett und lebt.

00:47:38: So oder?

00:47:40: Ich meine insgesamt ist die einfach so, wir und da mag jetzt durchaus auch diese sozialen Medien noch ein Problem mehr mitbringen.

00:47:47: Also ich denke mehr direkte Kontakte... Absolut!

00:47:51: Schaden einfach nicht oder?

00:47:53: Also schaden einfach nichts.

00:47:55: Und zwar allen oder eben das geht es nicht mal um das Helfen aber nur schon Begegnungen.

00:48:00: Die nehmen leider ab Ja, die nehmen ab.

00:48:04: Und ich glaube man muss auch realistisch sehen oder das ist so diese gewisse Dinge, die halt früher wirklich eben der alte Werkmeister, der wusste viel mehr wie der Junge Das ist halt ein bisschen vorbei in ganz vielen Berufen und es wollen nicht alle Leute alte Geschichten irgendwie vom Weltkrieg hören und wie's früher war, wie man noch zu Fuß zur Schule gegangen ist oder mit den Skiern oder so.

00:48:29: aber Ältere Menschen haben so viel zu erzählen und können auch so viel beitragen, weil sie auch gewisse Freiheiten haben.

00:48:39: Solange sie die noch haben... Ich glaube wirklich ist ein Gewinn für viele oder eben gerade auch wenn viele Kinder da sind, wo man vielleicht froh ist, wenn man da jemand guckt oder so.

00:48:51: Aber eben, es ist auch keine heile Welt und muss es auch nicht sein.

00:48:56: Da darf man eben von diesen Wohnprojekten nicht zu viel erwarten.

00:49:00: Wenn ich das noch anfügen darf... Ich denke aber eben auch da wie dort glaube ich ganz großes Anliegen merken.

00:49:05: Sie heißt für mich Wir reden jetzt ja auch wieder oft so über so ganz spezielle Projekte oder?

00:49:12: Also wenn wir da was erreichen wollen dann muss dass Also flechendeckend, aber muss doch an vielen Orten passieren.

00:49:19: Also eben nicht dass ich jetzt sage oder... Jetzt bauen wir da ein Generationenprojekt und das kommt in der Zeitung und da kommen Leute schauen und so.

00:49:29: Das ist alles toll!

00:49:29: Aber das löst das gesellschaftliche Problem eben nicht.

00:49:32: Es muss normaler in die Architektur einfließen sozusagen könnte man sagen?

00:49:35: Genau.

00:49:35: Oder man müsste wirklich schauen, dass halt eben ein bisschen Sozialkontakte Wie gesagt, architektonisch kann man das fördern oder auch verhindern.

00:49:44: Man soll die Leute natürlich nicht zwingen.

00:49:46: Das darf auch nicht sein oder ich muss nicht dass sich durch die Wohnung des Nachbars in meine eigene Wohnung muss oder sowas um ein bisschen zugespitzt zu sagen aber da kann man es machen und halt vielleicht wirklich Initiativen ergreifen vielleicht auch von Gemeindeseiten da ein bisschen Hilfe zu geben so kümmere oder wie auch immer einzustellen.

00:50:10: Die halt einmal im Monat vielleicht irgendwas vorschlagen und man guckt ob da was vom Boden weg kommt denn nicht, dann ist es nicht.

00:50:19: Aber ich glaube da dass wir uns allen sehr gut tun würde auch das Verständnis unter der Generation die Eltern die Jüngern besser verstehen.

00:50:31: Das wäre für uns als Gesellschaft sehr, sehr wertvoll und auch weil eben durchaus auch finde ich jetzt zum Beispiel.

00:50:39: Weil wenn wir ein bisschen die schwierigen Zeiten angucken, ich meine eben wer von uns ist schon noch dabei, wenn jemand stirbt

00:50:50: z.B.,

00:50:51: das wird ja ausgesperrt in der Gesellschaft.

00:50:54: Ist noch kaum Thema Und ich glaube so wirklich auch zu merken, okay die Nachbarin hat jetzt die Probleme ist vielleicht ein bisschen verwirrt und so.

00:51:05: Und das als kleine Gemeinschaft aufzufangen halt zu gucken weil ich weiß wenn die Frau Meier da auf die Straße geht dann muss sich vielleicht schnell hinterher anfragen was sie hin möchte und sowas, ohne gleich die Polizei zu rufen und ohne gleich zu denken ich habe die ganze Verantwortung.

00:51:22: also ich glaub da könnten wir etwas gewinnen aber eben darf er nicht... Also das darf auch in dieser Super Gellation, Siedlung sein.

00:51:31: dass man das wieder vermehrt macht.

00:51:34: Ich glaube durchaus auch mit Gestaltungsbränen und so könnte man da ganz viel erreichen, dass da eben nicht jetzt nicht das Label Generationenhause daran steht aber dass man vielleicht auch bei der Wahl – das machen übrigens Genossenschaften meiner Meinung nach – auch sehr vorbildlich halt bei der Mieterwahl auch ein bisschen auf Durchmischung guckt in Land aus, Land alt jung, Familien-Einzelperson und da das All das Gesamt hier abgebildet wird.

00:52:02: Und ich glaube vielleicht so zusammengefasst müssen Möglichkeiten schaffen, mehr können wir nicht oder die Architektur muss Möglichkeiten schaffen Die Gesellschaft, die Verwaltung wer auch immer muss Möglichkeiten schaffen genutzt oder nicht genutst.

00:52:17: Das können wir ja nicht beeinflussen.

00:52:20: Sehr spannend.

00:52:22: Wir kommen langsam zum Ende her wo noch drei viel Fragen gibt es Wohnprojekte die für sie besonders gut funktionieren?

00:52:29: Können Sie ein paar positive Beispiele nennen?

00:52:33: Ja, also man muss ja da auch vorsichtig sein weil man ja oft nur von... Also ich habe ja dann nicht wohnerfahrungen in vielen Dingen.

00:52:40: Ich hab schon erwähnt, ich war an der Gisserei in Winterthur.

00:52:44: Hab da kennt ihr jemanden relativ gut, der da wohnt und der damit das mitiniziert hat und der auch sehr offen über genauso Probleme gesprochen hat wo sich eben sage ich mal halt schon nicht ganz so reibungslos ging mit Jugendlichen die da plötzlich irgendwelche Sicherräume angeeignet haben solche Dinge.

00:53:03: Aber wo man es dann doch eben geschafft hat auch in der Gemeinschaft, also die Gießereien Wintertor und ich habe das besucht da war jetzt kürzlich gerade einen Abendvortrag zu dem Thema aber für viele Leute gesprochen haben glaube ich ist wirklich ein sehr gelungenes Projekt was nicht heißt dass keine anderen gibt.

00:53:22: aber ich höre von vielen ich war schon in verschiedenen.

00:53:25: aber wie das wieder Alltag ist kann ich natürlich wenig zusagen ne?

00:53:30: Ich denke mal Ja, also ich meine auch Kraftwerk oder sowas.

00:53:35: Es gibt viele, die haben ja eine Klaustrauberung.

00:53:38: Ich weiß nicht wie gut sie jetzt funktionieren aber... Also ich sage mal wirklich trotzdem alle, jede Initiative ist gut!

00:53:46: Ist einfach gut, vielleicht klappt es nicht?

00:53:48: Aber dann lernt man was draus.

00:53:50: Aber ich glaube schon auch dass die Gefahr für Enttäuschungen groß ist weil man vielleicht auch oft mit zu viel Erwartungen eben.

00:53:58: Man denkt wenn ich da bin, dann bin ich nicht mehr einsam Und es braucht ein bisschen mehr.

00:54:06: Aber Initiativen finde ich grundsätzlich gut, ich kann jetzt nicht sagen... oder möchte?

00:54:13: Ich möchte nicht sagen Es gibt schon Projekte die ich kenne wo ich sagen muss und das ist für mich ein großes Problem Das gibt's eigentlich sehr viel.

00:54:22: Also eben Alterswohnprojekte Die wirklich ausgezeichnet wurden und in der Presse waren die nicht barrierefrei sind und auch da nicht, wo sie es sein können.

00:54:34: Wo man wirklich vor lauter... Vielleicht euphorie ich weiß es nicht oder weil man sich eben nur an diese s ja fünfhundert gehalten hat jedem das wirklich nicht abdeckt die sagt sogar selber der sie auf dem fundet dass die nicht ausrechnen ist für Alterswohnungen.

00:54:50: Das liest einfach keiner oder interessiert keinen.

00:54:54: Also das das sich und da ist natürlich jetzt in meiner mit meinem Engagement habe ich dann schon ein großes Problem mit.

00:55:01: und wenn man mir noch sagt Ja, aber dann können wir ja danach meinen Helfen über die Stufe.

00:55:06: Muss ich sagen?

00:55:07: Nee, nee oder weil die muss sich halt helfen lassen.

00:55:10: Ich finde sie darf sich helfen lassen... Die Freiheit muss man haben!

00:55:14: Also es darf nicht sein dass Situationen sind wo ich dann sage ich halte sehr gerne die Tür auf weil da muss erst jemand sein.

00:55:23: also so dieses ja das darf nicht ins Helfer-Syndrom rüber kippen so dass man gerne helft gerne helfen ist gut, aber und da kommt eben der Ergotherapeutin mehr dann ganz weit nach vorn.

00:55:38: Also man muss die Umgebung so schaffen dass die Leute mit den Fähigkeiten diese noch haben möglichst selbstständig und sicher sich bewegen können oder ihr Leben so gestalten wollen wie sie wollen nicht wie andere ihnen das auch tropfen.

00:55:53: Herr Wohnen, wir haben jetzt viel über Wohne im Alter gesprochen.

00:55:56: Wenn Sie den Blick kurz auf sich selbst richten das würde mich zum Schluss bei unserem Gespräch schon auch interessieren wie möchten sie einmal im Alter wohnen?

00:56:07: Ich kenne die Frage.

00:56:07: natürlich bin ein bisschen darauf vorweitet und doch ist es schwierig das zu beantworten weil... Sie haben mich nicht gefragt wo ich jetzt wohne.

00:56:15: Ich wohne im Moment an einem Bauernhaus über drei Geschosse und ich bin fünfundsechzig also Ich lebe das nicht, was ich erzähle könnte man sagen.

00:56:28: Wir haben ein Hausteil hier in Weinfelden gekauft und so umgebaut, dass der Altersgerecht ist.

00:56:34: Das habe ich schon gemacht.

00:56:36: Dass wir im Bau ein Haus wohnen hat damit zu tun, dass das Elternhaus meiner Frau ist... Also es ist vorbereitet.

00:56:45: also sag' ich mal der Wohnraum Das wäre so das eine, einfach zu sagen ja ich kümmere mich.

00:56:50: Ich habe das vorbereitet aber meine jetzige Situation ist wirklich weiter von entfernt dass es all das gericht wäre.

00:56:59: Ich könnte eigentlich sagen und das ist jetzt ein Podcast und kein Film.

00:57:04: Ich würde gerne hier wohnen.

00:57:07: Mein Büro ist Teil einer Alterssiedlung in Weinfelden Und das ist wirklich ganz, ganz toll.

00:57:15: Also die Häuser sind auch gut gebaut aber ich merke da ist Leben in der Bude.

00:57:20: Da passiert was, die das erstellt haben und wurden selber her.

00:57:25: Koskreatives Gesteil?

00:57:27: Ja genau!

00:57:29: Gut es ist noch ein Teil der Altersdurchart, die Spital Turgauer hier auch angesiedelt.

00:57:39: Also da ist wirklich so ein Zusammenleben, eine Großzügigkeit und eben die... das ist jetzt von den eigentlichen Erstellern, die mich gesagt auch wohnen.

00:57:50: Die organisieren immer mal wieder irgendeinen Tanznachmittag oder sowas einfach so von sich aus.

00:57:55: Dass ich sagen muss, eigentlich gucke ich darüber und denke mal auf das wär schön!

00:58:04: Das ist jetzt eh mal, das ist so die zweite Antwort oder?

00:58:07: Die dritte Antwort ist natürlich eben was heißt das Wohnen im Alte.

00:58:10: Eben ich bin sixty ich bin technisch gesehen alt.

00:58:16: Also was meinen wir?

00:58:17: und dann kommt natürlich irgendwann muss man einfach sagen Klar Ich möchte auch solange wie möglich unabhängig und gesund Und was alles so schön wäre wenn das nicht mehr geht dass wäre ja vielleicht noch die Frage.

00:58:35: finde um das auch klar zu sagen pflegeheim eine gute sache.

00:58:41: ich sage auch immer vielleicht dass auch noch so als klammer bemerkung oder mit mir die leute sagen also nicht die leuten fragen wie möchtest du wohnen?

00:58:49: dann sagen viele ja zuerst mal sicher in pflegheim.

00:58:54: da gibt es zwei antworten zu.

00:58:55: a in der regel kann man das nicht bestimmen kam jemand freiwillig ins Pflegeheim, aber B sag ich dann auch ja und da musst du eben jetzt gucken oder?

00:59:02: Also so wie ich schon eine Wohnlösung für mich gebaut habe wo ich weiß dass der Haustal gehört mir.

00:59:09: Da kann ich in überschaubarer Zeit einziehen und ich hab das so gemacht, dass wirklich schön lose Dusche und dass sich eigentlich auf einem Geschoss wirklich hindernisfrei wohnen kann.

00:59:22: Das habe ich alles vorbereitet Und ich habe jetzt da sogar eben dieser Siedlung nach einer Alternative.

00:59:27: Also, nicht in Pflegeheimbohnen heißt ganz ausdrücklich eben Nicht nichts tun sondern im Gegenteil oder zu gucken, da wo ich jetzt bin wie sieht das aus?

00:59:39: Oder wenn ich nicht mehr Auto fahren darf oder kann oder will Wenn ich jetzt vielleicht eben vielleicht nicht mehr so gut gehe Sondern nur noch an Stöcken geh.

00:59:48: Aber ich wollte im zweiten Geschoss ohne Aufzug Sollte ich mich jetzt was machen die Wahl habe, weil ich oft erlebe oder erlebt habe bei diesen Beratungen und Wohnungsanpassungsberatung.

00:59:58: Dass die Leute es passiert was?

01:00:01: Ein Hirnschlag, ein Unfall und dann müssen sie innerhalb von drei Monaten eine Lösung haben.

01:00:05: das gibt's nicht.

01:00:07: Also ich denke mal gerade dann vorausschauend daran denken und es gibt für mich ganz klar sich ganz klar es gibt irgendwo eine Grenze wo man sagen muss Nicht nur ist jetzt gesellschaftlich, volkswirtschaftlich gesehen die ambulante Betreuung teurer wie der Aufenthalte im Pflegezentrum.

01:00:25: Sondern die Lebensqualität ist auch höher.

01:00:28: und also das nicht dass ich mir das wünsche.

01:00:34: aber Ich sage jetzt mal eben deshalb müssen wir auch gucken, dass das in diesem Plägezentren eine hohe Lebensqualität geschaffen wird.

01:00:44: Was ja die Tendenz ist, dass man viel mehr Richtung Wohnlichkeit weg von diesem Spitalcharakter weg und auch da das Sterben akzeptiert nicht gegen das Sterbenkampf sondern für das Leben.

01:00:59: Das Teil des Lebenssterbes?

01:01:00: Ja genau aber auch sagt da noch das machen, was geht und dann ist dann irgendwann vielleicht mal gut.

01:01:07: Also ja natürlich ich mache mir viele Gedanken oder?

01:01:11: Und ich glaube ich habe da wie Sie gehört haben abstufend von jetzt völlig ungeeignet zu Zwischenstufen, zu halt vielleicht Abpflegeheimen die ich ja viel sehe aber was man wird und was ich mal mache.

01:01:29: Oder ob ich nicht auch Die allermeisten Leute zu spät reagieren, obwohl ich mich tagtäglich damit befasse.

01:01:37: Weil man denkt halt selber dann auch... Es ist noch Zeit!

01:01:42: Genau.

01:01:42: also ich glaube da sind wir auch alles Menschen.

01:01:44: und aber ja ich habe mir das natürlich sehr schon sehr vorgeplant so gut möglich ist.

01:01:53: Vielen Dank für das Gespräch.

01:01:54: mein Gast heute war Felix Bohn Fachberater für altersgerechtes Bauen.

01:02:00: Das war die heutige Folge vom Baugespann, dem Podcast über aktuelle Bau- und Immobilienthemen.

01:02:09: Weitere Informationen zur Bauagentur Knopf und zu meinen Arbeiten finden Sie auf meiner Webseite www.bauagentureknopf.ch.

01:02:21: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

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